INFORMATIONEN zur VORSORGE

 

Patientenverfügung 

Eine schriftliche Patientenverfügung stellt sicher, welche medizinischen Maßnahmen in Notsituationen, in denen Sie sich nicht mehr selbst äußern können, durchgeführt bzw. nicht durchgeführt werden sollen. Damit wird der Patientenwille sichergestellt. Die Patientenverfügung kann jederzeit geändert oder auch widerrufen werden. Liegt keine Patientenverfügung vor, entscheiden die Ärzte mit dem gesetzlichen Vertreter auf Grundlage des mutmaßlichen Willens, der medizinischen Indikation und der Gesetzeslage über die anzuwendende Behandlung.

 

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht wird einer oder mehreren Vertrauenspersonen die Vollmacht für den Fall erteilt, dass Sie durch Krankheit, Unfall oder altersbedingt nicht in der Lage sind, Ihre Angelegenheiten selbst wahrzunehmen. Die Vertrauensperson vertritt Sie dann in den in der Vollmacht genannten Aufgabenbereichen. In bestimmten Angelegenheiten, z.B. bei vorhandenen Immobilien ist eine Beurkundung der Vorsorgevollmacht durch einen Notar erforderlich.

Achtung: Jede Bank/Sparkasse benötigt trotz der Vorsorgevollmacht eine separate Vollmacht!

 

Betreuungsverfügung 

Haben Sie keine Vorsorgevollmacht erteilt und können rechtliche Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen, kann die Bestimmung einer gesetzlichen Betreuung notwendig werden. Mit einer Betreuungsverfügung legen Sie persönlich fest, wer für Sie als gesetzliche Vertretung als Vertrauensperson handeln soll. Die genannte Person wird vom Betreuungsgericht bestellt und auch regelmäßig vom Betreuungsgericht kontrolliert.

 

Testament

Mit einem Testament regeln Sie, dass der Nachlass in Ihrem Sinne aufgeteilt wird. Ein Testament kann handschriftlich verfasst oder bei einem Notar aufgestellt und beurkundet werden. In beiden Fällen muss es eigenhändig unterschrieben werden. Ein Testament kann beim Amtsgericht hinterlegt, einer Vertrauensperson übergeben oder vom Verfasser selbst aufbewahrt werden. Wenn das Testament selbst aufbewahrt wird, sollte eine Vertrauensperson darüber informiert werden. Das notarielle Testament wird amtlich verwahrt und an das zentrale Testamentsregister gemeldet.

 

Dokumentenordner

Es gibt viele wichtige Dokumente, die im Bedarfsfall schnell von einer Vertrauensperson gefunden werden sollten. Dazu gehören Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Wertpapiere, sämtliche Versicherungsunterlagen, Sozialversicherungsunterlagen, Rentenversicherungsnachweis, Sparbücher,  Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung, Testament usw. Verwahren Sie alles in einem entsprechend beschrifteten Ordner oder benennen Sie in dem Ordner den jeweiligen Aufbewahrungsort.

Weiterhin sollten Sie eine Liste anlegen, in der Sie die Kontaktdaten, wie Telefonnummer und Adresse von Personen und Institutionen vermerken, die bei einem Notfall benachrichtigt werden sollen.

 

Ein persönlicher Hinweis

Eine Vertrauensperson hat eine sehr wichtige Funktion. Seien Sie kritisch und sprechen Sie mit der gewünschten Person, bevor Sie sie als Vertrauensperson benennen. Sie müssen der Person vertrauen und überzeugt sein, dass sie im Notfall in Ihrem Sinne handeln!

Vertrauen ist ein wichtiges Gut.

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